- Geschlecht: Katze
- Alter: Sommer 2025
- Haltungsort: Freigänger
- Haltungsart: Einzel
- Handicap: gering
- Aufenthalt: Katzenstation
- Status: vermittelbar
Motte sucht DRINGEND einzeln ein zu Hause mit Freigang !
Motte war noch sehr jung als sie im Notfall zu uns kam, sie wurde auf etwa 7/8 Monate geschätzt, das waram 13. Februar diesen Jahres, wir gehen also davon aus, dass Motte etwa im Sommer 2024 geboren wurde. Motte wurde nach einem schweren Unfall in der Tierarztpraxis abgegeben, sie wurde angefahren und hatte dabei noch großes Glück. Trotz ihrer zierlichen Statur hatte sie ausser der schweren Brüche im Kieferbereich keine Verletzungen davon getragen. Leider kam aber an dem Tag alles zusammen, wir standen vor dem Wochende, es wurde bereits am Vortag versucht den Unterkiefer zu reponieren ( in seine normale Lage zu bringen ), aber durch mehrere Brüche auf der einen Seite war der ganze Unterkiefer instabil und renkte immer wieder aus und der Tierarzt, der viel Erfahrung mit derartigen Brüchen hat, war im Urlaub. Ganz schrecklich für Motte, denn abgesehen von den Höllenschmerzen, die sie hatte, konnte sie natürlich auch nicht fressen. Der Unterkiefer hing herunter und sie konnte ihn anfangs gar nicht schliessen, somit wäre ihr auch alles einfach wieder aus dem Maul gefallen, dazu speichelte sie noch extrem vor Stress und wusste nicht wohin mit ihrer Zunge.
Ihr Schicksal lag einige Wochen im Ungewissen, denn eine Op in einer Fachklinik konnte sich beim besten Willen niemand leisten, so starteten wir den Versuch in der Pflegestelle. Es war sehr mühsam, egal welcher Napf da stand, Motte verband die Töpfchen mit ihren Schmerzen sobald sie mit dem Maul etwas berührte und reagierte dann teils auch aggressiv, sie wusste natürlich gar nicht was los war. Das Einzige was sie fressen konnte waren Schleckies, das hatte das Team der Praxis ausprobiert und seitdem hiess sie dort auch nur noch Schleckie. Ein Bild des Jammers, sie nahm die Paste nur vom Boden, vom Karton, vom Handtuch, Katastrophe, sie jammerte vor Hunger und nahm stetig ab. Katzenjoghurt und Katzenpudding war der nächste Schritt, aber es gab immer wieder Rückfälle, Situationen, in denen sie wieder vor dem Futter zurück zuckte und knurrte und keiner konnte erklären warum. Häufige Tierarztbesuche taten ihr Übriges dazu, dass Motte zwischendurch mehr als genervt war. Es stand 3 Wochen nicht gut um sie, bis endlich der Knoten geplatzt ist. Die Brüche verheilten, Kontrollen zeigten, dass der Kiefer, so wie er nun einmal stand, stabil war und Motte gewöhnte sich damit umzugehen, fraß endlich auch Nassfutter Mousse und nahm wieder zu.
8 lange Wochen bibbern und bangen, dass wir sie über den Berg bekommen und es hat sich natürlich gelohnt. Trotzdem gab es erneut Hürden, nach der Kastration entwickelte die arme Maus eine Scheinschwangerschaft und hohes Fieber, also wieder zum Tierarzt und wieder Medikamente. Nach jetzt 3 Monaten haben wir es endlich geschafft und Motte ist fit und auszugsbereit. In der Pflegestelle darf sie zwischendurch mit laufen und sie genießt vor allem den gesicherten Garten, aber leider kommt sie mit anderen Katzen nur sehr schlecht zurecht, es stresst sie ungemein, was die Situation in der Pflegestelle wiederum verschärft. Wir versuchen für sie da zu sein und zwischendurch mit ihr zu kuscheln etc, aber glücklich ist sie nicht so viel allein. Motte ist eine bildhübsche junge Katzendame, sehr verschmust und lieb, aber sie möchte gerne Einzelprinzessin sein und braucht unbedingt Freigang, sie ist nämlich recht agil . Hier hat sie gesicherten Freigang, Autogeräusche oder andere laute Geräusche stressen sie, dann ist direkt irgendwo versteckt. Bei der Kastration wurden Motte im Unterkiefer 4 Zähne entfernt, da sie störend sind durch die leichte Schiefstellung des Unterkiefers, er steht auf der rechten Seite etwas zur Seite hervor, behindert sie aber absolut nicht. Gechippt, tätowiert und geimpft ist sie auch und ansonsten gesund und fit. Der Tierarzt hat sein Ok gegeben und geht davon aus, dass Motte so ein glückliches Leben führen kann. Sie bindet sich ganz eng an ihre Bezugspersonen und liegt auch viel und gerne einfach nur auf dem Schoß oder nah dabei, sie will auf jeden Fall Nähe und fühlt sich damit sicher.
Jetzt fehlen nur noch die richtigen Menschen, die der Zaubermaus ein zu Hause schenken und sich nicht von der geringen Schiefstellung abschrecken lassen. Man sieht auch auf den Fotos, dass es wenig auffällt und wichtig ist, dass Motte klar kommt und das tut sie. Sie braucht wirklich dringend einen Platz, an dem sie endlich ankommen darf. Nachdem sie dem Sensenmann regelrecht von der Schüppe gesprungen ist, wünschen wir ihr das so sehr.
Wir sind dazu verpflichtet, alle gefundenen Katzen als Fundkatzen aufzuführen. Der rechtliche Besitzer kann sein Tier innerhalb von 6 Monaten zurückerhalten. Rückwirkend werden diesem die zwischenzeitlich entstandenen Tierarzt- und Verpflegungskosten sowie ein etwaiges Ordnungsgeld berechnet.